BlowerDoor Messung = Luftdurchlässigkeitsmessung

Mittels einer BlowerDoor Messung kann die Luftdichtigkeit eines Gebäudes gemessen werden. Dazu wird ein starker Ventilator in eine Raumöffnung (Türe, Fenster) eingebaut um damit einen Unter- und Überdruck zu erzeugen. Der dadurch resultierende Luftvolumenstrom zeigt an, wieviel Luft durch die Gebäudehülle ein-, bzw. austritt. Setzt man den Luftvolumenstrom in ein Verhältnis mit der Gebäudehüllfläche oder dem Gebäudevolumen, so erhält man Kenngrössen welche sich mit den verschiedenen Normen vergleichen lassen.

Wann sollte gemessen werden?

Eine BlowerDoor Messung kann in zwei verschiedenen Bauphasen erfolgen:
  • Nach der Bauvollendung. Der Vorteil liegt darin, dass der effektive Endzustand der Gebäudehülle analysiert wird. Es gilt jedoch zu bedenken, dass allfällige Mängel meist nur schwerlich lokalisiert und unter erheblichem Aufwand behoben werden können. Dies gilt speziell für den Holzbau, da die Luftdichtigkeitsebene meist nicht mehr zugänglich ist.
  • Nach der Fertigstellung der Luftdichtigkeitsebene. Man bezeichnet dies auch als vorgezogene Messung, da die innerste Gebäudeschicht noch nicht fertiggestellt ist. Diese Messung wird auch von den Unternehmer bevorzugt, da im Falle von Leckagen eine Ortung leicht und eine Nachbesserung einfach ist. Dies bedingt allerdings, dass zum Messzeitpunkt die Luftdichtigkeitsschicht fertiggestellt und die Fenster und Aussentüren montiert und eingestellt sein müssen.
Informieren Sie die Unternehmer frühzeitig darüber, dass eine BlowerDoor Messung erfolgen wird. Dies wird die Qualität der Ausführung garantiert steigern!

Leckagenortung

Bemerkt man, dass ein Gebäude nicht ausreichend dicht ist, so folgt die Suche und Ortung der verschiedenen Leckagen. Es bestehen folgende Möglichkeiten:
  • per Hand. Das körpereigene Messgerät ist hervorragend für die Schnellsuche geeignet.
  • Rauch. Eine sehr anschauliche Methode zur Visualisierung von Luftströmungen und zum Auffinden von verborgenen Leckagen.
  • Anemometer. Technisches Gerät zur Messung von Strömungsgeschwindigkeiten an einer Oberfläche oder in einem Querschnitt.
  • Infrarot-Thermografie. Schnelle und klare Visualisierung von Kaltluftströmungen bei Leckagen. Setzt mindestens ein Temperaturgefälle von 15 Grad (innen/aussen) voraus.